g-Genus das geschlechtsneutrale Genus

Wie spricht man den Genderstern eigentlich aus? Antwort hierzu gibt es unten unter „Aussprache des Genderdersterns“.

Vereinfachte Genderstern-Genderung

Da die Genderung mit dem Genderstern nicht selten zu wechselhaften Abfolgen der Genera führt (bspw. „ein*e gute*r Fahrer*in“), wird im Folgenden eine Modifikation der Genderstern-Genderung vorgeschlagen, durch welche dieses Problem recht handlich gelöst wird.

Merkmale

  1. Endungen werden rein feminin gegendert, wobei der Genderstern zwischen Grundwort und Endung gesetzt wird (Grundwort-Genderung).
    (Bspw. „dies*er Angestellten“ statt „diese*r/m…“, „gut*e (oder: gute) Freund*in“ statt „gute*r Freund*in“).
  2. Doppelbegriffe werden feminin beendet.
    (Bspw. „er*sie“, „sein*ihr“, „der*die“.)
  3. Evtl.: Doppelbegriffe werden nur am Ende gebeugt.
    (Dies betrifft nur die Possessivpronomen; bspw. „sein*ihre Schwester“.)
  4. Bei den Adjektiven kann der Genderstern häufig weggelassen werden.
    • Bspw. (Wer? Wen?) „(ein*e) gute Freund*in“, (Wessen? Wem?) „guter Freund*in“.
    • Aber: „Lieb*e Kim“, „Angestellt*e“.

Begründung

Die vereinfachte Genderstern-Genderung (man könnte sie auch als „femininisierten Genderstern“ bezeichnen) hat folgende Effekte:

  1. Es kommt nicht mehr zu Genera-Verschränkungen, d. h. zu wortweisigen Wechseln der Genera-Abfolge.
    • Bsp.: „ein*e gute*r Freund*in“ wird zu „ein*e gute Freund*in“.
  2. Es kommt nicht mehr zu Genderungen, die sich nur durch vollständige Entschlüsselung aussprechen lassen.
    • Bsp.: „eine*r/m guten Freund*in“ wird zu „ein*er guten Freundin“.

Sonstige Möglichkeiten

Ob nun unvereinfacht oder vereinfacht hat die Genderstern-Genderung stets den Nachteil, dass es immer wieder zu Anhäufungen des Gendersterns kommt. Nicht nur, dass sie unschön aussehen, beeinträchtigen sie auch den Sprachfluss. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, sich auch mit anderen Entgenderungstechniken zu befassen. Beispielsweise mit wortschatzbezogenen Techniken (bspw. „Studierende“, „Teilnehmende“, „Lehrkraft“) und formulierungsbezogenen Techniken (bspw. „Bei Zulassung ist nachzuweisen, …“ statt „Der*die Antragssteller*in hat nachzuweisen, …“). Hierzu lohnt es sich, einmal einen Blick in Leitfäden zur Genderung zu werfen. Bspw.: